Das Generalhaus gibt die Namen der zukünftigen Bischöfe bekannt
KOMMUNIQUÉ DES GENERALHAUSES
Mit Freude verkündet Pater Pagliarani, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., in dieser Pfingstoktave die Namen der Priester der Bruderschaft, die ausgewählt wurden, am kommenden 1. Juli in Écône die Bischofsweihe zu empfangen.
Aus Achtung vor der höchsten Autorität der Weltkirche sind die Unterlagen dieser Priester dem Heiligen Vater vorgelegt worden, zusammen mit einigen Erläuterungen, die zum besten Verständnis dieses Vorgehens im ganz besonderen und außergewöhnlichen Kontext dieser Bischofsweihen erforderlich sind.
Die vier Priester sind:
- H.H.P. Pascal Schreiber, Schweizer Staatsbürger;
- H.H.P. Michael Goldade, US-amerikanischer Staatsbürger;
- H.H.P. Michel Poinsinet de Sivry, französischer Staatsbürger;
- H.H.P. Marc Hanappier, französischer Staatsbürger.
Der Generalobere bekräftigt erneut, dass die Wahl und Weihe dieser Auserwählten keineswegs aus dem Bestreben erfolgt, eine Jurisdiktionsgewalt zu beanspruchen, noch eine Parallelautorität in der Kirche zu errichten. Sie stellt in keiner Weise eine Leugnung, eine Ablehnung oder eine Herausforderung der höchsten, uneingeschränkten und unmittelbaren Jurisdiktionsgewalt des Stellvertreters Christi über die Weltkirche dar.
Die Zeremonie vom 1. Juli hat kein anderes Ziel, als die Spendung der Sakramente der Priesterweihe und der Firmung sowie der den Bischöfen vorbehaltenen Sakramentale gemäß dem traditionellen Ritus der Heiligen Römischen Kirche, als auch den Glauben aller Zeiten zu bewahren.
Das Bischofsamt, welches diese Priester empfangen werden, wird daher inmitten dieser beispiellosen Glaubenskrise lediglich als Dienst an den Seelen und an der Kirche wahrgenommen.
Unser Wille, der Heiligen Katholischen Kirche zu dienen, bleibt unerschütterlich, im Bewusstsein der dringenden Pflicht, getreu und vollständig weiterzugeben, was wir empfangen haben, das heißt: was die Kirche seit jeher geglaubt, gelehrt und praktiziert hat.
Menzingen, am 26. Mai 2026
Pater Pascal Schreiber
Pater Pascal Schreiber, 53 Jahre alt, stammt aus einer katholischen Familie von fünf Kindern aus dem Kanton Aargau, Schweiz. 1992 tritt er in das Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, Deutschland, ein. Später setzt er sein Studium in Écône, Schweiz, fort, wo er im Sommer 1998 zum Priester geweiht wird.
Nach fünf Jahren Seelsorge in Deutschland und der Westschweiz wird ihm 2003 die Leitung einer Sekundarschule für Jungen in Mels, Deutschschweiz, anvertraut.
Zwei Jahre später übernimmt er die Verantwortung für die Primar- und Sekundarschule der Mädchen in Wil, eine Aufgabe, die er neun Jahre lang wahrnimmt.
Im Jahr 2014 wird er nach Rickenbach, dem Distriktssitz der Schweiz, berufen, wo er zunächst zwei Jahre lang das Amt des Ökonomen ausübt, bevor er zum Distriktsoberen ernannt wird.
Seit dem 15. August 2020 ist er Regens des Priesterseminars Herz-Jesu in Zaitzkofen, wo er sich der Ausbildung von über 50 angehenden Priestern und Brüdern aus 16 Ländern widmet. Er spricht fließend Deutsch und Französisch und verfügt zudem über Englischkenntnisse.
Pater Michael Goldade
Pater Michael Goldade ist in North Dakota geboren und in St. Marys, Kansas, in den Vereinigten Staaten aufgewachsen. Er stammt aus einer katholischen Familie von zehn Kindern, davon sind drei Schwestern der Bruderschaft St. Pius X. Im Alter von 18 Jahren tritt er in das Priesterseminar von Winona ein, wo er 2004 zum Priester geweiht wird.
Er übt sein Priesteramt fünf Jahre lang in Armada, Michigan, aus, bevor er zum Leiter des Exerzitienhauses in Ridgefield berufen wird.
Im Jahr 2014 wird er zum Prior von Kansas City ernannt. Dort ist er sowohl für das Priorat als auch für eine große Pfarrei, eine Schule und eine Ordensgemeinschaft verantwortlich. Zu diesen Aufgaben kommt im Jahr 2021 das Amt des Distriktassistenten hinzu.
Er wird im Sommer 2023 zum Regens des Priesterseminars St. Thomas Aquinas in Virginia ernannt und sorgt heute für die Ausbildung von nahezu 100 Seminaristen. Der 45-Jährige spricht Englisch, hat Französisch gelernt und verfügt zudem über Grundkenntnisse in Spanisch.
Pater Michel Poinsinet de Sivry
Pater Michel Poinsinet de Sivry ist französischer Staatsbürger und stammt aus einer katholischen Familie von sieben Kindern. Er ist heute 42 Jahre alt. Seine Priesterausbildung absolviert er am Priesterseminar in Flavigny, Frankreich, und anschließend in Écône, wo er 2008 zum Priester geweiht wird.
Er beginnt sein priesterliches Wirken an der Schule Saint-Joseph-des-Carmes in Südfrankreich und wird 2011 mit der Leitung der Grundschule Saint-Louis in Paris betraut. Dieses Amt bekleidet er fünf Jahre lang, wobei er gleichzeitig eine Kapelle in Seine-Saint-Denis betreut und am Apostolat der Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet in Paris mitwirkt.
Er leitet sodann sechs Jahre lang das Gymnasium Saint-Jean-Baptiste-de-La-Salle in Camblain-l’Abbé, unweit von Arras, bevor er 2022 zum Distriktoberen der Benelux-Länder ernannt wird, ein Amt, das er bis heute innehat. Neben Französisch spricht er auch Englisch und erlernt derzeit Deutsch und Niederländisch.
Pater Marc Hanappier
Pater Marc Hanappier, französischer Staatsbürger, ist 1990 in einer katholischen Familie von zehn Kindern geboren. Mehrere seiner Geschwister folgen einer Berufung: Einer seiner Brüder ist Priester der Bruderschaft, ein anderer Priester bei den Kapuzinern von Morgon, und eine seiner Schwestern ist Dominikanerin in Saint-Pré.
Nach seiner Ausbildung an den Priesterseminaren von Flavigny und Écône empfängt er 2013 die Priesterweihe. Er beginnt sein Priesteramt in Frankreich im Bildungswesen, zunächst an der Schule Étoile-du-Matin bei Bitche, dann an der Schule Saint-Michel unweit von Châteauroux.
Im Jahr 2020 wird er zum Professor am Seminar von Dillwyn in Virginia ernannt. Zunächst vertieft er ein Jahr lang in Schottland seine Englischkenntnisse, wobei er gleichzeitig in der Seelsorge der Gemeinde mitarbeitet.
Im Seminar unterrichtet er hauptsächlich Metaphysik und Dogmatik. Sonntags übt er Seelsorge in mehreren Kapellen aus. Er spricht fließend Französisch und Englisch, hat Deutsch gelernt und sich auch in Spanisch eingearbeitet.
(Quelle: Generalhaus der FSSPX)
Foto: FSSPX